Geschichte

Zur Gemeinde Altikon gehören das eigentliche Dorf Altikon, die Dörfchen Herten und Feldi, der drei Häuser umfassende Weiler Schneit, dazu 13 Siedlungen. Erwähnt wird Altikon erstmals in einer Urkunde vom Jahr 1243. Darin erscheint ein Angehöriger des kyburgischen Ministerialengeschlechts der "Herren von Altilincon". Von diesem Geschlecht hat die Gemeinde das Wappen übernommen.

Das Geschlecht hauste auf einer Burg oberhalb des Dorfes. Nach seinem Aussterben ging die Herrschaft (zu der Herten noch nicht gehörte) durch viele Hände, bis die Stadt Zürich sie 1696 erwarb und die Verwaltung Obervögten übertrug.

Anstelle des ehemaligen Schlosses steht seit 1791 ein Landhaus. Dieses erlebte nach Aufhebung der Obervogtei mancherlei Besitzerwechsel. 1838 konnte es die Gemeine Altikon erwerben. 1863 verkaufte die Gemeinde das Schloss weiter an die vereinigten Schulgenossenschaften Altikon, Feld und Herten. Seit dem ein neues Schulhaus steht (1963), beherbergte das "Schloss" den Kindergarten (bis 1980), die Gemeindekanzlei sowie die Abwartswohnung.  

2002 wurde das Schloss komplett renoviert. Im Erdgeschoss befindet sich heute die Gemeindekanzlei, im ersten Stock hat es eine prachtvolle 5 Zimmer Wohnung und im Dachgeschoss wurde eine herrliche Dachwohnung eingerichtet.

Altikon gehörte in früheren Zeiten zur Kirchgemeinde Dinhard. 1641 wurde es eine selbständige Kirchgemeinde. Die 1328 zum ersten Mal erwähnte Kapelle wurde zur Kirche erweitert. Feldi gehörte einst zur Kirchgemeinde Uesslingen, Herten zu Ellikon a.d.Thur. 1884 wurden die beiden Dörfchen (nach vielen Auseinandersetzungen) in kirchlicher Hinsicht, in Angelegenheiten der Schule und der politischen Verwaltung Altikon zugeteilt. Die Zivilgemeinden wurden aufgehoben. Zitat aus dem Protokoll des Kantonsrates:

"... und dass andererseits Altikon mit seinem Nettovermögen von 180'000 Franken und dem frischen Geist, der in Behörden und Bevölkerung rege sei, Gewähr genug biete, dass es die Lasten bewältigen könne.
Der Umstand, dass seine neuen Glieder sich mit warmer Zuneigung ihm anschliessen, lässt erwarten, dass diese Gemeinde, in allen Gebieten geeint, von einem kräftigen Bürgerbewusstsein getragen, zum Wohle des ganzen Staatswesen gedeihen und blühen wird...".

Von 1648 bis 2009 war Altikon über die Bezirksgrenzen hinaus mit Thalheim in einer Pfarrunion verbunden. Im Jahre 2010 vereinigten sich die beiden Kirchgemeinden zur reformierten Kirchgemeinde Altikon-Thalheim.
Bereits im Jahre 2015 vereinigte sich die Kirchgemeinde mit der Kirchgemeinde Ellikon zur neuen reformierten Kirchgemeinde Altikon-Thalheim-Ellikon.
Die Gemeinde Altikon erlebte zu Anfang des 20. Jahrhunderts einen Rückgang der Bevölkerung. 1895 soll sie 825 Einwohner aufgewiesen haben, heute sind es um die 650. Um 1963 wurde die Güterzusammenlegung durchgeführt. Die Bautätigkeit blieb lange gering.
Neu entstanden die Quartiere Schlossacker (1978), Zelgli (1984), Oberdorf (1999). und Thurblick (2010)

Früher hatte die Gemeinde, vor allem Feldi, unter vielen Überschwemmungen zu leiden. Nach der Erstellung der Hochwasserdämme kehrte für Jahrzehnte Ruhe ein. Aber in den Jahren 1965 und 1978 brach die Thur erneut aus und zog vor allem einige Siedlungen schwer in Mitleidenschaft. Massnahmen zur Sanierung der Verhältnisse sind erfolgt.
Die Gemeinde Altikon ist mit der Aussenwelt durch die SBB Linie Winterthur-Stein am Rhein, sowie mit der Buslinie 615 an den ZVV angeschlossen.